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15.03.2014

Regionalleitstelle auf Prüfstand

Eberswalde (MOZ) Die Regionalleitstelle NordOst in Eberswalde ist die erste Brandenburgs, die sich über ein Zertifikat freuen darf. Die Urkunde hatte am Donnerstagnachmittag Hans-Georg Lindemann von der Dekra überbracht. Glückwunsch gab es auch von Innenminister Ralf Holzschuher.

Innenminister Ralf Holzschuher (3. v. l.) und Landrat Bodo Ihrke (4. v. l.) präsentieren die Urkunde für die erfolgreiche Zertifizierung der Regionalleitstelle NordOst in Eberswalde.

© MOZ/MONIKA SCHMIDT
Die Regionalleitstelle in der Feuerwache ist eine von fünf Einrichtungen im Land. Von dort aus werden alle Einsätze des Rettungsdienstes, der Feuerwehr sowie des Katastrophenschutzes in den Landkreises Barnim, Uckermark und Oberhavel koordiniert. Im Einzugsgebiet mit einer Fläche von 6348 Quadratkilometern leben rund 500 000 Menschen. Zuständig ist die Leitstelle außerdem für 319 Feuerwachen und 41 Rettungswachen. Mit dem Zuschlag eines Rettungshubschraubers für den Standort Angermünde wird auch dessen Einsatz in die Hoheit der Regionalleitstelle fallen.
Gearbeitet wird rund um die Uhr in drei Schichten. "Wir haben zurzeit 36 Mitarbeiter aus allen drei Landkreisen und aus Berlin", sagt Sven Kobelt, Leiter der Regionalleitstelle NordOst. Um die 700 Hilferufe sind es täglich, die in den Diensträumen ankommen. Daraus werden am Ende etwa 200 Einsätze für Rettungsdienste und Feuerwehren.
Insgesamt aber haben sich die Fallzahlen in den letzten drei Jahren deutlich erhöht. Der Rettungsdienst beispielsweise war 2011 immerhin 75 991 Mal im Einsatz. 2012 wurde er 81 026 Mal gerufen, im vergangenen Jahr sogar 82 701 Mal. Nicht anders sieht es bei den Einsätzen der Feuerwehren aus. 2011 waren es 8588 Einsätze, 2012 schon 9422 Alarmierungen und im vergangenen Jahr 9938 Einsätze. Davon fallen allein auf Eberswalde rund 1000 Einsätze. Die eigentliche Aufgabe der Feuerwehren, die Brandbekämpfung, ist weiter zurückgegangen, der Anteil technischer Hilfeleistungen dafür deutlich angestiegen.
Ende vergangenen Jahres haben sich Sven Kobelt und seine Mitarbeiter entschlossen, ihre Arbeit auf den Prüfstand zu stellen. "Das war keine leichte Entscheidung, weil dann auch offen über Fehler zu sprechen ist. Sie war aber notwendig, um eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen", räumt Kobelt ein. Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist ein Leitfaden für alle Entscheidungen und eine strukturierte Notrufabfrage, die ein einheitliches Vorgehen sichert, gleich bei welchem Mitarbeiter der Anruf landet. Die praktische Anwendung und Effektivität der selbst gestellten Qualitätsanforderungen hat inzwischen die Dekra auf Herz und Nieren geprüft. "Es war für unseren Auditor sehr schwer, noch etwas zu finden, wo er noch eingreifen konnte", räumt Hans-Georg-Lindemann ein. Über das Lob konnte sich nicht nur Sven Kobelt freuen, sondern auch Landrat Bodo Ihrke. "Die Leitstelle hat eine phänomenale Arbeit geleistet. Das Zertifikat heißt aber auch weiter solch eine Arbeit zu leisten", so der Landrat. Dem konnte sich Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) nur anschließen. "Das System der Zertifizierung ist richtig, vor allem wenn es dazu führt, selbstkritisch zu hinterfragen, ob alles richtig gemacht wird", betonte er. Amtsleiterin Ilka Zerche hatte dem nichts mehr hinzuzufügen.
Das Beispiel der Eberswalder Regionalleitstelle soll jetzt in ganz Brandenburg Schule machen. Schließlich setzt eine Zertifizierung Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagement voraus.

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